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Was ist eigentlich Sexological Bodywork?

  • Autorenbild: Julia Gieler
    Julia Gieler
  • 12. Juni
  • 2 Min. Lesezeit

Wenn ich erzähle, dass ich Sexological Bodyworkerin bin, passiert meistens eins von drei Dingen: hochgezogene Augenbrauen, ein nervöses Lachen oder die vorsichtige Frage „Und was… macht man da so?“ — gern gefolgt von einem Blick, der irgendwo zwischen Neugier und Fluchtreflex pendelt.

Verständlich. Das Wort hat „Sex“ drin, und sobald das Wort „Sex“ irgendwo drinsteckt, rattern in unseren Köpfen die immergleichen Bilder los. Also räumen wir erstmal auf: Sexological Bodywork ist keine Massage mit Augenzwinkern, kein Tantra-Wochenende mit Räucherstäbchen-Pflichtprogramm und auch kein Ort, an dem irgendjemand irgendetwas „performen“ muss. Schon gar nicht du.


Worum es wirklich geht

Sexological Bodywork ist körperorientiertes Lernen. Es ist die Kunst, dem eigenen Körper wieder zuzuhören — diesem erstaunlichen Zuhause, in dem wir rund um die Uhr wohnen und das wir trotzdem oft behandeln wie eine Mietwohnung kurz vor dem Auszug.

Die meisten von uns haben nämlich nie gelernt, den eigenen Körper bewusst zu spüren. Wir haben gelernt, wie er auszusehen hat. Wie er zu funktionieren hat. Was er gefälligst zu wollen hat (und zwar bitte zur richtigen Zeit, in der richtigen Menge, mit der richtigen Person). Aber was er tatsächlich fühlt, wenn niemand eine Erwartung danebenhält? Das gilt es zu erforschen.

Genau da setzt Sexological Bodywork an. Mit Berührung, Atem, Bewegung und Kommunikation erforschen wir gemeinsam, was in deinem Körper eigentlich los ist. Du bestimmst dabei jederzeit, was passiert — und was nicht. Einvernehmlichkeit ist hier kein Kleingedrucktes, sondern das Fundament. Es findet nur Berührung statt, die abgesprochen ist. Alles kann, nichts muss. Und „nichts“ ist dabei eine vollwertige, wunderbare Option.


Was in einer Session passiert

Eine Session beginnt immer mit einem Gespräch: Wo stehst du, was beschäftigt dich, wie fühlt sich dein Körper an, was wünschst du dir? Danach arbeiten wir körperlich — das kann achtsame Berührung sein, Atemarbeit, Bewegung oder einfach das Üben, überhaupt wahrzunehmen, was du gerade spürst. Klingt unspektakulär? Ist es manchmal auch. Und genau das ist die Revolution: ein Raum, in dem dein Körper nichts leisten muss. Kein Ziel, kein Soll, kein „so macht man das“.

Ich begleite dich dabei als Lehrerin und Wegweiserin — nicht als jemand, der dich „repariert“. Denn du bist nicht kaputt. Auch wenn dir Hochglanzmagazine, Datingshows und die Statistik-Vergleiche in deinem Kopf gern etwas anderes erzählen. Das Ziel: Selbstwirksamkeit und sexuelle Selbstbestimmung.


Für wen das etwas ist

Für Menschen, die sich in ihrem Körper fremd fühlen. Für Menschen, die Berührung neu (oder zum ersten Mal wirklich) erleben wollen. Für Menschen, die etwas an ihrer Sexualität verändern wollen, für Menschen, die (wieder) genussvoll sein wollen. Vielleicht nach einer Geburt, Trennung oder sexuellen Funkstille-Phase. Für Menschen, die mehr spüren wollen — und für Menschen, die erstmal überhaupt etwas spüren wollen. Kurz: für Menschen mit Körper. Das dürfte dich einschließen.

Du musst dafür nichts mitbringen außer dir selbst. Keine Vorerfahrung, kein bestimmtes Alter, keine bestimmte Beziehungsform, kein definiertes Ziel. Neugier reicht völlig. Offenheit hilft.

Fühl dich Zuhause in deinem Körper — das ist keine Floskel, sondern eine Einladung. Wenn du sie annehmen magst: Ich freue mich auf dich.

Du hast Fragen oder möchtest eine Einzelsession vereinbaren? Schreib mir gern über die Kontaktseite.

 
 
 

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