People Pleasing beim Sex: Wenn du immer nur gibst

Du bist aufmerksam. Du spürst genau, was dein Gegenüber mag, und richtest dich ganz danach aus. Dein Sex soll vor allem eins sein: schön für die andere Person. Und ehrlich – das kann eine echte Gabe sein und dir große Freude machen. Wenn das für dich stimmig ist, ist alles gut.
Aber vielleicht kennst du auch die andere Seite: dass es auf Dauer anstrengend wird. Dass du gar nicht mehr so richtig weißt, was du eigentlich willst. Oder dass sich – ganz schleichend und unbemerkt – Frust einstellt, irgendwann sogar Unlust, ohne dass du genau sagen könntest, warum.
Wenn Geben zur einzigen Rolle wird
People Pleasing beim Sex heißt: Ich mache mich zur Nebenfigur meiner eigenen Intimität. Ich funktioniere, ich lese mein Gegenüber, ich gebe – und mein eigenes Empfinden läuft bestenfalls nebenher. Das muss nichts Dramatisches sein. Aber wenn Geben zur einzigen Rolle wird, fehlt etwas: du.
Empfangen will gelernt sein
Klingt einfach, ist es oft nicht: einfach mal Berührung empfangen und dabei nach innen spüren – was fühlt sich für mich eigentlich gut an? Für viele Menschen ist genau das ungewohnt, fast unangenehm. Empfangen macht verletzlich. Und trotzdem (oder gerade deshalb) liegt darin unglaublich viel: Es gibt dir wieder Zugang zu dir selbst – und damit mehr Spielraum, mehr Auswahl, mehr echtes Ja.
Was das mit dir macht
Wenn du lernst, dein eigenes Empfinden ernst zu nehmen, verändert das mehr als deinen Sex. Du wirst klarer darin, was du magst und was nicht – und traust dich eher, es auch zu zeigen. Das ist sexuelle Selbstsicherheit und Selbstwirksamkeit: das Gefühl, in der eigenen Sexualität nicht nur mitzulaufen, sondern mitzugestalten.
Wie wir damit in einer Session arbeiten
Sexological Bodywork ist ein ungestörter, bestärkender, sicherer Rahmen, um genau das zu üben: empfangen, ohne gleich etwas zurückgeben zu müssen. Wahrnehmen, was sich stimmig anfühlt – und was nicht. Deinem Ja und deinem Nein wieder zu trauen. Ganz ohne Publikum, ohne Erwartung, in deinem Tempo.
Du darfst geben, so gern du magst. Aber du darfst genauso empfangen. Und vielleicht ist genau das der Teil, der dir noch fehlt. Melde dich gern bei mir – mehr dazu auch im Blogbeitrag „Konsens in der Partnerschaft“.

